ARD will Digitalkanäle zusammenlegen

16.04.2013

Es wird eine intensivere Kooperation mit dem ZDF vorgeschlagen.

Auf ihrer Sitzung in Berlin haben sich die Intendantinnen und Intendanten der ARD für eine grundlegende Reform der Digitalkanäle ausgesprochen. Durch die veränderte Mediennutzung ist es eine immer größere Herausforderung, alle gesellschaftlichen Gruppen zu erreichen. Diese Aufgaben muss der öffentlich-rechtliche Rundfunk aus den ihm bewilligten Mitteln finanzieren. Daher schlägt die ARD vor, die Digitalkanäle durch intensivere Kooperationen weiter und besser zu profilieren sowie deren Anzahl insgesamt zu reduzieren.

In den vergangenen Monaten hatten sich die Intendantinnen und Intendanten der ARD intensiv darum bemüht, mit dem ZDF einen gemeinsamen Jugendkanal zu initiieren. Das ZDF hält unter anderem aus finanziellen Gründen einen Einstieg frühestens Anfang 2017 für möglich. Die ARD möchte dieses gesellschaftlich wichtige Programmvorhaben nicht für Jahre auf Eis legen.

Die ARD schlägt dem ZDF deshalb vor, dass aus den bisher sechs Digitalkanälen mittelfristig drei werden können: Ein gemeinsames Programm für junge Menschen (14 bis 29 Jahre) könnte auf Basis der bisherigen Kanäle EinsPlus und ZDFkultur entstehen. Das gemeinsame Programm für jüngere Erwachsene (30 bis 49 Jahre) könnte aus den beiden Digitalsendern EinsFestival und ZDFneo gestaltet werden. Im Informationsbereich könnte die Zusammenarbeit von tagesschau24 und ZDFinfo zu einem gemeinsamen Nachrichtenkanal führen. Dies bietet zugleich die Chance zu einer weiteren Profilschärfung der schon bestehenden Gemeinschaftsprogramme Phoenix und 3sat.

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